15 Platten, die mein Leben veränderten

Ich schließe mich an dieser Stelle dem Kollegen von altravita.com an, dessen Leben auch nicht direkt durch diese Platten verändert wurde. Aber das mir nun seinerseits zugeworfene Stöckchen hat mich dann doch dazu verleitet, mir spontan Gedanken über diverse Platten zu machen, die irgendwie prägend waren. Da ich meinen Musikgeschmack in jungen Jahren ständig wechselte, vieles ausprobierte, wird euch manches mehr als spanisch vorkommen. Ein paar Alben sind dabei, die sind austauschbar, andere sind einfach Platten, die ich einfach nicht vergessen kann. „Spannend, ne?“, würde jetzt der in mir schlummernde SozPäd-Fuzzi sagen.

Bruce Springsteen – Born in the U.S.A. (1984)

1984 erschienenes, siebtes Studioalbum des „Boss“. Meine erste Platte (ja, diese schwarzen Dinger, die nicht in den CD-Player passen), dummerweise habe ich sie später mal auf dem Flohmarkt verkauft, ärgert mich noch heute. Aber ich war jung und brauchte das Geld.

Iron Maiden – Powerslave (1984)

1,5 bis 2 Jahre nach seiner Veröffentlichung entdeckte ich Iron Maidens Powerslave für mich. Aces high ist und bleibt ein absoluter Kracher-Song. Später hörte ich dann so Dinge wie Halloween, da schäme ich mich schon fast für.

Run D.M.C. – Raising Hell (1986)

Ja, das ist schon ein übler Bruch, aber schon kurz nach Iron Maiden begann ich mich mit HipHop zu beschäftigen und Run DMC haben mich sofort begeistert. Es war irgendwann Ende 1986, Anfang 1987, als ich durch das Crossover-Projekt mit Aerosmith auf sie stieß.

Die Toten Hosen – Ein kleins bisschen Horrorshow (1988)

Und wieder ein großartiges Album, verhalf der Band wohl zum endgütligen Durchbruch. Meine ersten Gehversuche mit dem Thema Punkrock, manch andere Platten dieses Genres sollten folgen.

Metallica – Black Album (1991)

Jaja, bei so richtigen Hardcore-Metallica-Fans ist dieses Album fast schon verpöhnt, überhaupt waren die Dinger davor viel, viel besser. Für mich ist und bleibt das schwarze Album das beste Album, dass Metallica je geschrieben haben. „Enter Sandman“ war praktisch eine Hymne dieser Zeit und das lass ich mir nicht kaputt reden. Leider begann ich in diesen Jahren sehr schräge, sehr schlechte Musik zu hören, über die ich nicht mehr reden möchte, daher stieß ich erst später wieder zu Bands wie Metallica. Die 90er waren schlimm, vor allem am Anfang.

SNAP! – World Power (1990)

Ok, ein vielleicht irgendwie doch peinliches Album stelle ich doch in die Liste. Schließlichen waren „SNAP!“ der Beginn des später als „Eurodance“ zu zweifelhaftem Ruhm gekommenen Musikrichtung. Auf allen Partys lief Snap und was später noch so folgen würde. Irgendwann – wie immer praktisch – wurde es unerträglich. Aber ich habe es gehört und mit mir viele tausend andere offensichtlich auch.

Pearl Jam – Ten (1991)

Kurze Zeit später schwappte der Grunge rüber nach Deutschland und Pearl Jam waren meine ersten Berührungspunkte. Eine großartige Band mit einem wahnsinnigen ersten Album. Das besitze ich zum Glück noch immer.

Nrivana – Nevermind (1991)

Das Album gehört einfach in jede vernünftige Sammlung und eigentlich auch in wirklich jede Auflistung der 15 größten Platten überhaupt. Mehr gibt es dazu einfach nicht zu sagen. Smells like teen spirit war DIE Hymne dieser Zeit und endlich war Schluß mit Europe, Guns’n Roses und anderem Dreck.

Rage against the machine – Rage against the machine (1992)

Da mich HipHop fanszinierte und ich von Rock niemals loskam, war es praktisch zwangsläufig, dass ich irgendwann auf so etwas einmalig großes wie RATM stoßen würde. Was für eine Band. Wer sie einmal (ich habs immerhin 3mal geschafft) live gesehen hat, wird ihre Energie bestaunen. Das erste Album bleibt unerreicht, es war nicht nur wegweisend, es rotzt dir einfach in die Fresse und lässt dich nicht mehr los.

Life of agony – River runs red (1993)

Sehr krankes Teil zur damaligen Zeit. Es handelt durchgängig von Tod, Selbstmord und der letzten Woche im Leben eines jungens Mannes, der sich am Ende umbringt. Ich brauchte lange, bis mir das Album richtig gefiel, heute leg ich es immer wieder mal in den CD-Player.

Oasis – Definitely Maybe (1994)

Sicherlich war das nachfolgende Werk „What’s the story…“ stärker, aber mit diesem Album entdeckte ich Oasis und die ließen mich bis heute nicht mehr los. Auch wenn ich sie live eher bescheiden finde. Das erste Album kannten in Deutschland wohl nicht so viele Leute und so bilde ich mir ein, zum erlauchten Kreis der Oasis-Entdecker zu gehören.

Dropkick Murphys – Do or die (1998)

Ich bin meinem Arbeitskollegen noch heute dankbar, dass er bei WOM in Essen dieses Scheibe entdeckte und mir unter die Nase hielt. Ihm gefiel sie nicht, aber er dachte, das könnte was für mich sein. Und wie Recht er doch hatte. DKM sind zweifellos Götter ihrer Sparte und ich verpasse keine Veröffentlichung und Konzerte gabs auch schon das eine oder andere. Einfach großartig.

Too Strong – Die 3 vonne Funkstelle (1999)

Und wieder HipHop, das beste Album der 3 Jungs aus Dortmund. Handwerklich eine Nummer besser als die ersten Scheiben, wenn auch kein Hit wie die Rabenschwarze Nacht sich darauf finden lässt. Absolute HipHop-Größen dieser Stadt und in vielerlei Hinsicht unerreicht.

Broilers – Verlierer sehen anders aus (2001)

Inzwischen bin ich wieder beim Punk gelandet, mehr und mehr in Richtung Oi, ohne selbst jemals Skinhead gewesen zu sein. Die Broilers aus Düsseldorf sind eine zweifellos großartige Band, deren Stil sich im Laufe der Jahre mehr und mehr verändert hat (man wird halt älter). Die einen finden es scheiße, für andere ist es zwangsläufig. Ich tendiere zur zweiten Gruppe. Niemand bleibt stehen, jeder und alles verändert sich. Das Album entdeckte ich erst 2002, kurz vor der Veröffentlichung der La Vida Loca EP. Eingängige Melodien, gute Texte, durch und durch gute Band.

Rise against – The Sufferer & the Witness (2006)

Politisch sehr egangierte Band mit viel Energie auf der Bühne, die selbst auf Studioalben hörbar wird. Das o.g. Album ist das meiner Meinung nach beste Album der recht jungen Bandgeschichte.

So, das sind 15 Alben, irgendwas habe ich sicher vergessen, anderes will ich lieber nicht erwähnen. Mein Musikgeschmack geht weiterhin kreuz und quer, bis auf Schlager, „Dance“, House und Technoscheiße kann ich mir auch fast alles anhören – null Toleranz für diese Kacke.

Viel Spaß, vielleicht zieht der eine oder andere aus diesem Blog-Netzwerk (ich liebe Netzwerk als Wort, gar nicht in Mode oder so) mal nach und stellt seine Top-15 vor.

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5 Antworten zu “15 Platten, die mein Leben veränderten

  1. Sehr gute Scheiben bei. Wenn ich die Tage mal Zeit habe, lege ich nach. Ob es dann auch 15 werden, weiß ich noch nicht. Aber 10 werden es bestimmt.

  2. Öhlfried

    Nette Auflistung. Wenn ich mal wieder zum schreiben komme, werde ich mich auch daran versuchen. Zwei aus der Liste werden auf jeden Fall auch dabei sein.

  3. altravita

    Ist doch ne prima Sammlung und ne Menge drin, auf das ich auch gern zurückschaue und auch ein paar nette Sachen, die ich überhaupt nicht kannte. RATM hab ich aber völlig zu unrecht nicht in meiner Liste…

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